Beschreibung der Studie

Von Essstörungen sind besonders Frauen im reproduktiven Alter betroffen; Mangelernährung während der Schwangerschaft hat gesundheitliche und psychische Auswirkungen auf Mutter und Kind. Die Neugeborenen kommen bereits untergewichtig als Risikokinder auf die Welt, zusätzlich besteht die Gefahr, dass essgestörte Mütter ihre Symptomatik auf ihr Neugeborenes übertragen. Die wenigen vorhandenen Studien zeigen extreme Probleme in der Mutter-Kind-Interaktion auf, da die Mutter das Verhalten des Kindes stark kontrolliert und dem Kind gegenüber eine kritische Haltung aufweist. Auch eine zurückliegende Essstörung kann durch den Kontrollverlust über die natürliche Erweiterung des Körpers wieder ausgelöst werden und Symptome verursachen, die für die Mutter-Kind-Beziehung nachteilig sind. Vor allem im deutschsprachigen Bereich sind die Risiken einer mütterlichen Essstörung ("Pregorexie") kaum beforscht, zu den Auswirkungen auf die Bindung zwischen Mutter und Kind gibt es fast keine Befunde – denkbar ist jedoch, dass die Essstörungssymptomatik die Mutter in ihrer Interaktion und im Bindungsaufbau mit dem Baby beeinflusst.

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Studiendetails

Studienziel Klassifikation des kindlichen Bindungsverhaltens an Mutter Methode: Fremde Situation (Ainsworth, Blehar, Waters, & Wall, 1978) mit Mutter und Kind im 12. Lebensmonat des Kindes Mögliche Klassifikationen: sichere Bindung, unsicher vermeidende Bindung, unsicher ambivalente Bindung, desorganisierte Bindung Erfassung der spezifischen Psychopathologie von Essstörungen bei Erwachsenen Methode: Eating Disorder Examination Questionnaire (EDE-Q; Hilbert & Tuschen-Caffier, 2006) Die Bindungsrepräsentation der Mutter wird mit dem etablierten Adult Attachment Interview, AAI, (George, Kaplan, & Main, 1985) erfasst, das in einem etwa einstündigen, teilstandardisierten Interview retrospektiv frühe Erfahrungen mit wichtigen Bindungspersonen und aktuelle Einstellungen zur Bindung erhebt. Messung der Ketonkörper im Atmen der Mutter über den Keton-breathalyzer (Ketonix, 2018). Durch die limitierte Glukoseaufnahme der essgestörten Mutter wird vermehrt Fett durch die Leber in Ketonkörper umgewandelt, dieser Prozess steuert die Gewichtsabnahme der Mutter und findet sich genauso bei Müttern mit Diabetes (Bronisz, Ozorowski, & Hagner-Derengowska, 2018).
Status Teilnahme bald möglich
Zahl teilnehmender Patienten 73
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Finanzierungsquelle Paracelsus Medizinische Privatuniversität Salzburg, Insitut für Early Life Care

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Mindestalter: 18 Jahre
  • Essproblematik (Anorexia nervosa; Bulimia nervosa) in Vergangenheit oder aktuell
  • Keine akute körperliche oder psychische Erkrankung
  • Ausreichende Deutschkenntnisse
  • erste Schwangerschaft

Ausschlusskriterien

  • Keine Volljährigkeit
  • Zusätzliche akute körperliche (z.B. Diabetes) oder psychische Erkrankung
  • Keine ausreichenden Deutschkenntnisse
  • nicht die erste Schwangerschaft

Adressen und Kontakt

Universitätsklinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe, Psychosomatik im Landeskrankenhaus (LKH), Salzburg

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Häufig gestellte Fragen

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Von Essstörungen sind besonders Frauen im reproduktiven Alter betroffen; Mangelernährung während der Schwangerschaft hat gesundheitliche und psychische Auswirkungen auf Mutter und Kind (Langer & Wimmer-Puchinger, 2009). Die Neugeborenen kommen bereits untergewichtig als Risikokinder auf die Welt, zusätzlich besteht die Gefahr, dass essgestörte Mütter ihre Symptomatik auf ihr Neugeborenes übertragen (Langer & Wimmer-Puchinger, 2009). Die wenigen vorhandenen Studien zeigen extreme Probleme in der Mutter-Kind-Interaktion auf, da die Mutter das Verhalten des Kindes stark kontrolliert und dem Kind gegenüber eine kritische Haltung aufweist (Stein, Woolley, Cooper, et al., 2006; Stein, Woolley, Senior, et al., 2006). Auch eine zurückliegende Essstörung kann durch den Kontrollverlust über die natürliche Erweiterung des Körpers wieder ausgelöst werden und Symptome verursachen, die für die Mutter-Kind-Beziehung nachteilig sind (Stewart, Raskin, Garfinkel, MacDonald, & Robinson, 1987). Vor allem im deutschsprachigen Bereich sind die Risiken einer mütterlichen Essstörung kaum beforscht, zu den Auswirkungen auf die Bindung zwischen Mutter und Kind gibt es fast keine Befunde – denkbar ist jedoch, dass die Essstörungssymptomatik die Feinfühligkeit und Mentalisierungsfähigkeit (Georg, Schröder, Cierpka, & Taubner, 2018) der Mutter beeinträchtigt. In Kooperation mit der Psychosomatischen Tagesklinik der SALK, der Universitätsklinik für Gynäkologie und Frauenheilkunde werden potentielle Studienteilnehmerinnen angeworben. Bei Einwilligung zur Studienteilnahme erfolgt die Erhebung des Essverhaltens der Mutter (über den EDE-Q), die Mentalisierungsfähigkeit (RFQ), die Erhebung der pränatalen Bindung der Mutter zum ungeborenen Kind (MAAS), die Depressivität (BDI-II), die subjektiv empfundene Beeinträchtigung durch körperliche und psychische Symptome einer Person innerhalb eines Zeitraumes von sieben Tagen (SCL-90-S) sowie die retrospektive Erfassung belastender Erlebnisse in der Kindheit und Jugend (ACE), sowie ihrer Bindungserfahrung (über den AAI). Im Laufe des 6. Lebensmonats des Kindes wird die Videoanalyse einer Fütterungssituation (über die Chatoor Feeding Scale) und einer Spielinteraktion (über die Chatoor Play Scale) im institutseigenen Videolabor durchgeführt. Im kindlichen Alter von 12 Monaten erfolgt die Eruierung des kindlichen Bindungsmusters zu seiner Mutter (über den FST). Zudem werden postnatale Untersuchungsergebnisse des Babys (Mutter-Kind-Pass) erhoben. Es wird angenommen, dass sich die Essstörung der Mutter ungünstig auf die Mutter-Kind-Interaktion sowie auf die Gesundheit und die Entwicklung des Kindes auswirkt. Kinder einer essgestörten Mutter sollten seltener eine sichere Bindungsbeziehung aufbauen, da die Erkrankung die Mutter-Kind-Interaktion beeinflusst.

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