Beschreibung der Studie

Wir Menschen bilden uns ständig modellhafte Annahmen über unsere Umwelt um uns Vorgänge erklären und Ereignisse antizipieren zu können. Nach dem gleichen Prinzip bilden wir im Fall einer Erkrankung Theorien darüber, wie diese Zustande gekommen ist und wie der weitere Verlauf aussehen könnte. Dass diese sogenannten „subjektiven Krankheitstheorien“ einen Einfluss auf gesundheitsrelevante Faktoren ist bereits bekannt. In dieser Studie interessieren wir uns für den konkreten Inhalt der subjektiven Krankheitstheorien und wie sich diese Vorstellungen im Laufe einer Behandlung verändern. In dieser Verlaufsstudie untersuchen wir bei Patient_innen mit psychosomatischen Erkrankungen, die am Department für Psychiatrie der Universitätsklinik Innsbruck behandelt werden, die subjektiven Annahmen über die Symptome und Ursachen ihrer Krankheiten. Ihnen werden im Abstand von 2 Wochen Fragebögen zum Krankheitsverständnis zur vollständigen Bearbeitung gegeben, sowie Interviews zu diesem Thema geführt. Außerdem werden Daten aus einer anderen Erhebung mit einbezogen. Mit Hilfe der Antworten möchten wir zu einem besseren Verständnis von subjektiven Krankheitsvorstellungen von Personen in psychosomatischer Behandlung beitragen und Erkenntnisse dazu gewinnen, inwiefern sich diese subjektiven Krankheitsvorstellungen verändern, wie auch ob solche Veränderungen gesundheitsrelevante Auswirkungen haben. Vor dem Abschluss ihrer Behandlung an der Station, Ambulanz oder Tagesklinik für Psychosomatische Medizin der Universitätsklinik Innsbruck wird Ihnen der letzte Fragebogen gegeben und das letzte Interview geführt. Damit ist die Studie für Sie abgeschlossen.

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Studiendetails

Studienziel Die Studie will zu einem besseren Verständnis von subjektiven Krankheitsvorstellungen von Personen in psychosomatischer Behandlung beitragen und Erkenntnisse dazu gewinnen, inwiefern sich diese subjektiven Krankheitsvorstellungen beeinflussen lassen.
Status Teilnahme möglich
Zahl teilnehmender Patienten 50
Stationärer Aufenthalt Keiner
Finanzierungsquelle Medizinische Universität Innsbruck

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Die in dieser Studie eingeschlossenen Personen müssen die Kriterien einer somatischen Belastungsstörung erfüllen. Zusätzlich muss auch mindestens eines der psychosomatischen Symptome Kopfschmerz vom Spannungstyp, PPPD oder Tinnitus vorliegen. Das Vorliegen weiterer Symptome einer somatischen Belastungsstörung führt nicht zum Ausschluss. Des Weiteren müssen die Personen gut deutsch sprechen.

Ausschlusskriterien

  • Sollte eine Person akut psychotisch sein, erhebliche kognitive Defizite (z.B. Demenz) aufweisen oder andere Gründen bestehen, aufgrund dessen die Person nicht in der Lage ist die Interviews zu führen und die Fragebögen zu bearbeiten, führt dies zum Ausschluss von der Studie.

Adressen und Kontakt

Department für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik, Innsbruck

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Häufig gestellte Fragen

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Menschen verwenden laufend modellhafte Repräsentationen, um sich ihre Umwelt zu erklären. Genau so bilden sie im Fall einer Erkrankung subjektive Annahmen über Entstehung und Verlauf der Krankheit. Subjektive Krankheitstheorien haben einen Einfluss auf gesundheitsrelevante Faktoren und stellen in ungünstigen Fällen eine unmittelbare Barriere für die Therapiemitarbeit dar. Die bei Patient_innen in psychosomatischer Behandlung weit verbreitete Zuschreibung zu körperlichen Krankheitsursachen widerspricht dem wissenschaftlichen bio-psycho-sozialen Ätiologiemodell von Behandler_innen. Diese Studie beschäftigt sich mit dem Inhalt der subjektiven Annahmen von Patient_innen und wie sich diese im Laufe einer stationären wie auch ambulanten Therapie verändern, wenn die Patient_innen mittels in der medizinischen Grundversorgung grundsätzlich durchgeführten Psychoedukation gezielt über die Zusammenhänge zwischen körperlichen und psychischen Symptomen aufgeklärt werden. Die Studie ist als Längsschnittstudie konzipiert, die qualitative und quantitative Ansätze integriert. Sie wird mit Patient_innen der Station, Ambulanz und Tagesklinik für Psychosomatische Medizin der Medizinischen Universität Innsbruck durchgeführt, die an einer somatischen Belastungsstörung mit den Symptomen Kopfschmerz von Spannungstyp, persistent postural-perceptual dizziness oder Tinnitus leiden. Der Kern der Erhebung besteht aus dem Illness Perception Questionnaire-Revised und einem problemzentrierte Leitfaden-Interview die im Zweiwochenrhythmus durchgeführt werden. Um Zusammenhänge zu gesundheitsrelevanten Faktoren zu identifizieren, werden für die Analyse auch Resultate aus der Kurzform des World Health Organization Quality Of Life Assessments, dem Beck Depressions-Inventar und dem State-Trait-Angstinventar verwendet.

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