Beschreibung der Studie

In verschiedenen Studien wurden Risikofaktoren sowohl für RSA und RIF beschrieben. Hierzu zählen anatomische, hämostaseologische, (auto-)immunologische, endokrinologische und genetische Ursachen. Über den Umfang der Diagnostik zur Abklärung dieser Risikofaktoren gibt es derzeit keinen Konsens. Auch wenn eine gemeinsame Ätiologie bei RSA und RIF vermutet wird, fehlen bislang Studien, welche die Risikofaktoren in großen Kollektiven bei diesen beiden Patientengruppen evaluiert haben.

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Studiendetails

Studienziel Hauptzielkriterium ist die Erforschung neuer immunologischer Marker (Subpopulationen von T-Zellen, regulatorischen T-Zellen, B-Zellen und NK-Zellen) bei Patientinnen mit RSA und RIF.
Status Teilnahme möglich
Zahl teilnehmender Patienten 900
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Beobachtungsstudie
Finanzierungsquelle Medizinische Universität Innsbruck

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • RSA:
  • In die Studie eingeschlossen werden alle Patientinnen, welche mindestens zwei konsekutive Fehlgeburten erlitten haben und bei denen im Rahmen der Fehlgeburtensprechstunde die standardisierte Diagnostik durchgeführt wird.
  • RIF:
  • In die Studie eingeschlossen werden alle Patientinnen, bei denen im Rahmen der Kinderwunschsprechstunde ein RIF gemäß der im Studienprotokoll angegebenen Kriterien diagnostiziert wurde und bei denen die Diagnostik hinsichtlich der o.g. Risikofaktoren durchgeführt wird.
  • Kontrollgruppe:
  • Als Kontrollgruppe dient eine Gruppe aus gesunden, nicht schwangeren Frauen ohne hormonelle Kontrazeption zwischen 20 und 40 Jahren, ohne bestehende Schwangerschaften, ohne Z.n. Bluttransfusionen, ohne bestehende Autoimmunerkrankungen oder regelmäßige Medikamenteneinnahme, welche in der Kinderwunschsprechstunde der Klinik für Gynäkologische Endokrinologie und Reproduktionsmedizin aufgrund einer männlichen Fertilitätseinschränkung behandelt werden. Eine zweite Kontrollgruppe bildet ein Kollektiv aus Frauen, welche bereits eine oder mehrere erfolgreiche Schwangerschaften ausgetragen haben, ohne Fehlgburten in der Anamnese, die im Rahmen einer Kontrazeptionsberatung behandelt werden.

Ausschlusskriterien

  • Ausschlusskriterien:
  • Um ein vergleichbares Studienkollektiv zur erhalten, werden alle Patientinnen, bei welchen nicht die komplette Diagnostik durchgeführt wird, von der Studie ausgeschlossen. Patientinnen, welche die Diagnostik während des Untersuchungszeitraums abbrechen, werden von der Studie ausgeschlossen.

Adressen und Kontakt

Klinik für Gynäkologische Endokrinologie und Reproduktionsmedizin, Innsbruck

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Häufig gestellte Fragen

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Während etwa 30% aller Frauen in ihrem Leben einen Spontanabort erleben, beträgt die Inzidenz für rezidivierende (habituelle) Spontanaborte (RSA) 1-3% abhängig von der angewandten Definition. Die WHO definiert das Vorliegen von RSA nach 3 aufeinander folgenden Aborten vor der 20. SSW, die amerikanische Gesellschaft für Reproduktionsmedizin spricht bereits nach zwei aufeinander folgenden Aborten von RSA. Wiederholtes Implantationsversagen (RIF) bei IVF/ICSI-Behandlungen wird in der Literatur von der Pathogenese häufig mit RSA verglichen, da ähnliche Risikofaktoren vorliegen. RIF wird hierbei gemäß den Empfehlungen des Konsortiums der European Society of Human Reproduction and Embryology (ESHRE) aus dem Jahr 2005 als >3 Embryonentransfers mit Embryonen hoher Qualität in Frischzyklen oder >10 Embryos in mehreren Transfers und Fehlen einer Fruchthöhle in einer Sonographie >5 Wochen nach Embryotransfer. Zu den etablierten Risikofaktoren zählen endokrine, anatomische, infektiologische, genetische, psychologische, hämostasiologische und immunologische Faktoren. Nach einer standardisierten Diagnostik kann bei etwa 50% der betroffenen Frauen eine Ursache gefunden werden, die andere Hälfte der RSA bleibt unklar, weshalb die Etablierung neuer diagnostischer und therapeutischer Ansätze dringend notwendig ist. Die aktuellen internationalen Leitlinien empfehlen im Rahmen der Abklärung immunologischer Ursachen aktuell nur Untersuchungen hinsichtlich des Antiphospholipid Syndroms. Weitere immunologische Untersuchungen sollten nur im Rahmen von Studien erfolgen. Die Grundlage dieser Studie stellt eine standardisierte Diagnostik etablierter Risikofaktoren bei Patientinnen mit RSA/RIF dar, sowie ein Screening auf neue, immunologische Risikofaktoren bei diesen Patientinnen. Hierzu sollen Patientinnen eingeschlossen werden, die im Rahmen einer gründlichen Ursachenabklärung in der Fehlgeburten- und Kinderwunschsprechstunde der Klinik für Gynäkologische Endokrinologie und Reproduktionsmedizin Frauenklinik der Universität Innsbruck vorstellig werden. Darüber hinaus soll eine Kontrollgruppe untersucht werden, um Veränderungen in der Patientengruppe zu vergleichen. Ziel dieser Studie ist es, die Patientinnen anhand eines ausführlichen, standardisierten immunologischen Panels auf immunologische Auffälligkeiten zu untersuchen. Des Weiteren soll die Häufigkeit der verschiedenen etablierten Risikofaktoren (Anatomie, Hämostaseologie, Endokrinologie, Genetik) bei Frauen mit RSA und RIF evaluiert werden. Hierdurch wird eine bessere Beratung der Paare und eine zielgerichteter Diagnostik möglich sein.

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