Beschreibung der Studie

Leistenhernien und Phimosekorrekturen sind die häufigsten Operationen im Kindesalter. In unserer Abteilung für Anästhesie, allgemeine Intensivmedizin und Schmerztherapie an der Universität Wien werden nahezu 350 Patienten pro Jahr einer solchen Operation unterzogen. Für diese Operation erhalten die Kinder einen sogenannten „Caudal Block“, wo ein lokales Betäubungsmittel über den Hiatus sacralis in den Epiduralraum eingebracht wird. Diese Kinder erhalten zusätzlich sedierende Medikamente wie z.B. Propofol mit der Hypothese den intraoperativen Stress zu vermindern und Patientenbewegungen zu minimieren. Aufgrund möglicher negativer Effekte dieser Medikamente wie Propofol auf die Gehirnentwicklung des Kindes fokusieren wir uns auf alternativen Methoden um diese Anästhethika zu reduzieren. Beidseitige neurale Reize und deren Effekt auf unser Gehirn wurden erstmalig 1839 von Heinrich Wilhelm Dove entdeckt. Er entdeckte, dass abhängig von der zugeführten Frequenz der Töne die Gehirnaktivität in verschiedene Stadien beeinflussbar ist, z.b. Relaxation, tiefer Schlaf oder hohe Gehirnaktivität. Über die Jahre wurden neue Tonlagen wie monoaural, isochronische Töne mit mehr Effizienz erforscht. Nicht nur Töne beeinflussen unser Gehirn sondern auch visuelle Stimuli wie flackerndes Licht, ermöglichen unterschiedliche Stadien der Gehirnaktivität. Diese beiden Techniken können als Audio Visuelles Entrainment (AVE) zusammengefasst. Viele Studien zu dieser Technik wurden durchgeführt und zeigten positive Effekte auf das menschliche Gehirn. So z.B. kann man Angst bei ambulanten Patienten vor einer Narkose reduzieren, die Reduktion intraoperativer Schmerzmittel, Kinder /Erwachsene die an einem Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom/ Hyperaktivitätssyndrom leiden hatten weniger Probleme Hausarbeiten zu erledigen, ect. AVE ist eine nicht invasive, einfache, günstige, natürliche Methode welche möglicherweise den Anästhetikaverbrauch reduzieren kann, welche möglicherweise die Gehirnentwicklung negativ beeinflussen.

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Studiendetails

Studienziel Hauptzielpunkt ist Sedieungstiefe, gemessen mittels BIS (Bispectraler Index).
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Zahl teilnehmender Patienten 60
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Kontrolle Wirksame Behandlung
Finanzierungsquelle Medizinische Universität Wien

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Operationen unterhalb des Nabels in Kaudalblock Anästhesie

Ausschlusskriterien

  • Ablehnung der Erziehungsberechtigten,
  • Kontraindikationen gegen den Caudalblock in Sedation

Adressen und Kontakt

An dieser Studie können Sie leider nicht mehr teilnehmen. Hier finden Sieaktuelle Vorhautverengung-Studien.

Häufig gestellte Fragen

In unserem übersichtlichen Ratgeber finden Sie alle Antworten zu Fragen über klinische Studien.

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Kinder mit Unterbauchoperationen wie Leistenhernien oder Eingriffen an der unteren Extremität werden in Caudal Anästhesie durchgeführt und mit zusätzlichen Anästhetika (z.b. Propopfol) sediert. Kürzlich publizierte Studien an Tieren zeigten einen negativen Effekt von Anästhetika auf die Gehirnentwicklung. So fokussierten wir uns auf Alternativen, nicht invasiven Methoden den Anästhetikabedarf zu reduzieren. In dieser Beobachtungsstudie wollen wir den Effekt von Audiovisuellen Entrainments (AVE) auf die Sedierungstiefe evaluieren und somit versuchen den Anästhetikabedarf, wie z.B. Propofol zu reduzieren. Außerdem haben viele Studien den positiven Effekt auf die Gehirnfunktion gezeigt, z.b die Vertiefung der Sedierung oder die Reduktion von Schmerzen. Keine Studie zeigt derzeit den Einsatz von AVE zur Reduktion von sedierenden Medikamenten. Wir wollen intraoperativ zwei Gruppen mit sedierendem Propofol mit dem Ziel der gleichen Sedierungstiefe vergleichen; eine Gruppe erhält AVE mit dem Ziel die gleiche Sedierungstiefe trotz Reduktion von Propofol zu erhalten. Die Sedationstiefe wird mittels dem Bispektralen Index (BIS) gemessen. Möglicherweise kann diese einfache, billige, nicht invasive Methode eines Tages die sedierenden Medikamente komplett ersetzten

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