Beschreibung der Studie

Hintergrund: Bereits seit langem diskutiert wird die These dass nicht-sensationsträchtige mediale Darstellungen von Suizidalität, insbesondere dann, wenn berichtet wird, wie eine Krise erfolgreich gemeistert wird, einen präventiven Effekt haben könnten. Einen ersten empirischen Hinweis für einen derartigen Effekt lieferte eine Studie aus Österreich, in der festgestellt wurde, dass es nach Zeitungsartikeln, in denen über die erfolgreiche Bewältigung einer suizidalen Krise berichtet wurde, zu einer Verringerung der Zahl an Suiziden im Verbreitungsgebiet des Mediums kam. Dieser Effekt wird als Papageno-Effekt bezeichnet. Randomisierte kontrollierte Studien zu diesem Effekt bei vulnerablen Personen gibt es bis jetzt noch nicht. Studienziel: Ziel der Untersuchung ist die Testung der unmittelbaren Wirkung von Materialien, die für Suizidpräventionskampagnen eingesetzt werden anhand einer Stichprobe von PatientInnen mit einer aktuellen, durch den behandelnden Arzt / die behandelnden Ärztin gestellten psychiatrischen Diagnose. Die Wirkung von Suizidpräventionsmaterialien auf die emotionale Befindlichkeit der RezipientInnen sowie auf deren Einstellung zu Suizid und professioneller Hilfe und deren Lernleistung in Bezug auf Informationen über Suizidalität soll eruiert werden. Studiendesign: Das Untersuchungsdesign ist eine randomisierte kontrollierte Studie mit zwei Gruppen. Die TeilnehmerInnen werden PatientInnen mit einer aktuellen, durch den behandelnden Arzt / die behandelnden Ärztin gestellten psychiatrischen Diagnose sein. Die Zuteilung der Versuchspersonen zu Versuchs- und Kontrollgruppe des Experiments wird randomisiert. ProbandInnen der Kontrollgruppe wird Informationsmaterial präsentiert, das in keinerlei Zusammenhang zu Suizidalität oder psychischer Gesundheit steht. Die Treatment-Gruppe erhält jeweils 2 seitiges gedrucktes Material wie es für Präventionskampagnen verwendet werden kann. Das Treatment fokussiert dabei auf ein Individuum das seine / ihre Krise erfolgreich bewältigt hat, wie die Person Hilfe bekam und welche Erfahrungen die Person machte steht im Mittelpunkt des Artikels. Unmittelbar davor und danach sowie eine Woche später werden mittels Fragebögen Daten zu den folgenden Variablen erhoben: Suizidalität (Primary Outcome), Wissen über Suizidalität, Hoffnungslosigkeit, aktuelle Stimmung, stigmatisierende Einstellungen gegenüber suizidalen Personen, Hilfesuchverhalten, Identifikation mit dem Protagonisten / der Protagonistin des Textes. Es wird vermutet, dass das Lesen des präventiven Textes zu einer Verbesserung bzgl. Suizidalität, Wissen über Suizidalität, Hoffnungslosigkeit, aktuelle Stimmung, stigmatisierende Einstellungen gegenüber suizidalen Personen und Hilfesuchverhalten führt. Einschlusskriterien für die Teilnahme an der Studie ist das Vorliegen einer aktuellen, durch den behandelnden Arzt / die behandelnden Ärztin gestellten psychiatrischen Diagnose. Ausschlusskriterien sind ICD-10-Diagnosen F-00 bis F-09, akute Selbst- oder Fremdgefährdung, keine Einwilligungsfähigkeit, unzureichende Deutschkenntnisse und schlechter allgemeiner Gesundheitszustand.

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Studiendetails

Studienziel Suizidgedanken basierend auf Reasons for Living Inventory (Fragebogen); gemessen zu T1, T2 & T3 (T1: unmittlebar vor Intervetnion; T2: unmittelbar danach; T3: ca 1 Woche später)
Status Teilnahme möglich
Zahl teilnehmender Patienten 517
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Finanzierungsquelle Medizinische Universität Wien

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Aktuelle, durch den behandelnden Arzt / die behandelnden Ärztin gestellte psychiatrische Diagnose

Ausschlusskriterien

  • Diagnosen F-00 bis F-09
  • Akute Selbst- oder Fremdgefährdung
  • nicht einwilligungsfähig
  • unzureichende Deutschkenntnisse
  • schlechter allgemeiner Gesundheitszustand

Adressen und Kontakt

Universitätsklinik für Psychiatrie und Psychotherapie / Abtlg. Sozialpsychiatrie, Wien

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Otto Wagner-Spital, Wien

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Häufig gestellte Fragen

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Hintergrund: Die Aufklärung der Bevölkerung darüber, wie man Suizidalität erkennt und damit umgeht, ist häufig Gegenstand von Suizidpräventionskampagnen und stellt eine Empfehlung im Rahmen des nationalen Suizidpräventionsplan dar. Dennoch gibt es derzeit noch kaum wissenschaftliche Studien, die die Wirkung von Suizidpräventionskampagnen untersuchten. Insbesondere fehlen Studien, die die Wirkung von Aufklärungsmaterial in vulnerablen Gruppen wie zB Personen mit psychiatrischen Erkrankungen, getestet haben. Studienziel: Ziel der Untersuchung ist die Testung der unmittelbaren Wirkung von Materialien, die für Suizidpräventionskampagnen eingesetzt werden können, auf die emotionale Befindlichkeit der RezipientInnen sowie auf deren Einstellung zu Suizid und professioneller Hilfe und deren Lernleistung in Bezug auf Informationen über Suizidalität anhand einer Stichprobe von PatientInnen mit einer aktuellen, durch den behandelnden Arzt / die behandelnden Ärztin gestellten psychiatrischen Erkrankung. Studiendesign: Bei dem Versuchsdesign handelt es sich um eine randomisierte kontrollierte Studie, bei der quantitative Methoden der Datenerhebung eingesetzt werden und aus PatientInnen an der Universitätsklinik für Psychiatrie und Psychotherapie des Allgemeinen Krankenhauses in Wien besteht. ProbandInnen der Kontrollgruppe wird Informationsmaterial präsentiert, das in keinerlei Zusammenhang zu Suizidalität oder psychischer Gesundheit steht. Die Treatment-Gruppe erhält jeweils 2 seitiges gedrucktes Material, wie es für Präventionskampagnen verwendet werden kann. Das Treatment fokussiert dabei auf ein Individuum das seine / ihre Krise erfolgreich bewältigt. Die Zuteilung zu den Versuchsgruppen wird randomisiert. Vor (T1) und nach der Applikation des Stimulusmaterials (T2) sowie eine Woche später (T3) werden Daten mittels Fragebögen erhoben. Getestete Variablen: - Primäre Outcome-Variable: Suizidalität (gemessen mittels Reasons for Living Inventory) - Sekundäre Outcome-Variablen: Wissen über Suizidalität(gemessen mittels 5 Items des Facts on Suicide Quiz, Hoffnungslosigkeit (gemessen mittels Beck-Hopelessness-Scale), aktuelle Stimmung (gemessen mittels Befindlichkeitsfragebogen), stigmatisierende Einstellungen gegenüber suizidalen Personen (gemessen mittels Short Stigma of Suicide Scale) und Hilfesuchverhalten (gemessen mittels General Help Seeking Questionnaire) - Weitere Variablen: Identifikation mit Protagonist im Text (nur zu T2; gemessen mittels Cohen Identification Scale) Einschlusskriterien: - aktuelle, durch den behandelnden Arzt / die behandelnden Ärztin gestellten psychiatrischen Diagnose Ausschlusskriterien: - Diagnosen F-00 bis F-09 - Akute Selbst- oder Fremdgefährdung - nicht einwilligungsfähig - unzureichende Deutschkenntnisse - schlechter allgemeiner Gesundheitszustand Primäre Hypothese: Die Applikation von suizid-präventivem Material verbessert die Suizidalität.

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