Beschreibung der Studie

Magnetresonanztomografie (MRT) ist zu einem wichtigen Werkzeug für die Beurteilung von Patienten mit Multipler Sklerose (MS) geworden, welches in der Diagnose und Kontrolle eingesetzt wird, aber auch um die Mechanismen der Entstehung und Fortschreiten von MS zu untersuchen. Andererseits ist das klinisch etablierte MRT nicht in der Lage den Schweregrad oder die Natur vieler klinischer Anzeichen und Symptome zufriedenstellend zu erklären. Wir haben kürzlich eine neue spektroskopische MRT Methode entwickelt, welche zum ersten Mal eine hochaufgelöste Bildgebung des chemischen Stoffes myo-Inositol (mIns) im Gehirn erlaubt hat. Erste Pilotdaten von MS Patienten zeigen, dass mIns Bildgebung ein idealer Bildgebungs-Biomarker für Mikrogliaaktivierung (Entzündung) sein könnte, was bereits im Frühstadium von MS hochrelevant wäre. Wir vermuten, dass: (a) erhöhte mIns Konzentration primär ein Marker für Mikrogliaaktivierung ist; (b) lokal erhöhtes mIns eine genauere und frühere MS Diagnose erlaubt; (c) mIns Erhöhung MS Fortschreiten vorhersagen kann; (d) erfolgreiche Behandlung zu einer mIns Erhöhung führt; und (e) eine neue Technik, welche Chemical Exchange Saturation Transfer (CEST) genannt wird, die Bildgebung von mIns weiter verbessern wird. In diesem Projekt werden wir: (a) mIns Level und andere MRT und klinische Messparameter über die Zeit in drei MS Patientengruppen und einer Kontrollgruppe bestehend aus alters-gematchten gesunden Probanden beobachten, um den diagnostischen und den prognostischen Wert der mIns Bildgebung zu klären; (b) den Ursprung der mIns Erhöhung durch Korrelation mit der Histologie untersuchen; und (c) eine weiter verbesserte MRT Technik für mIns Bildgebung entwickeln und validieren. Diese neue mIns-sensitive MRT-Methode könnte Zugang zu einem mächtigen Bildgebungs-Biomarker für zukünftige wissenschaftliche Studien und klinische Anwendung erlauben. Dies könnte letztendlich für die Auswahl der Patienten, weche von teuren und potentiell schädlichen Behandlungen profitieren, hilfreich sein.

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Studiendetails

Studienziel Sensitivität der entwickelten MRSI (MR Spektroskopiebildgebungsmethode) Methode für die Messung von Myo-Inositol mittels einem 7T MR Tomografen als Marker für Entzündung des Hirngewebes im Vergleich zu konventioneller MRT. Die Sensitivität wird am Ende der Studie anhand aller gesammelten Patientendaten und Kontrolldaten bestimmt.
Status Teilnahme möglich
Zahl teilnehmender Patienten 120
Stationärer Aufenthalt Keiner
Finanzierungsquelle Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung (FWF)

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • 20 Patienten mit einem ersten klinischen Schub der auf MS (Multiple Sclerosis) hindeutet
  • 20 "aktive" RRMS (Relapsing Remitting Multiple Sclerosis) Patienten mit einer hohen klinischen Anfallsrate (≥2 Schübe über die letzten 2 Jahre) und eine hohe Anzahl an aktiven Kontrastmittel-aufnehmenden Läsionen (>2 auf MRI Scans)
  • 20 SPMS (Secondary Progressive Multiple Sclerosis) Patienten mit EDSS (Expanded Disability Status Scale) ≤5.5 oder 0.5 EDSS Schritte in Patienten mit EDSS ≥6 in der Abwesenheit von einem Schub, einen minimalen EDSS Score von 4 und einen pyramidalen FS Score von 2 und ein bestätigtes Fortschreiten der Erkrankung über ≥3 Monate

Ausschlusskriterien

  • Kontraindikationen gegen MR Bildgebung (Klaustrophobie, Metallimplantate ...), Schwangerschaft

Adressen und Kontakt

AKH Wien, Wien

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Häufig gestellte Fragen

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Die Magnetresonanzspektroskopie (MRT) ist ein wichtiges Werkzeug für die Untersuchung von Patienten, die an Multipler Sklerose leiden, geworden. Dies inkludiert die Diagnose, Therapieüberwachung, und die Aufklärung der Mechanismen, die der MS Pathogenese und Fortschreiten der Erkrankung zugrunde liegen. Jedoch ist die klinisch etablierte MRT nicht in der Lage die Schwere und die Natur der verschiedenen klinischen Symptome ausreichend gut zu erklären. Wir haben kürzlich eine neue MR Spektroskopiebildgebungsmethode (MRSI) entwickelt, welche die größten technischen Probleme bei 7T MR Tomografen löst und eine ultra-kurze Echozeit für die Akquisition nutzt. Dieser neue Ansatz verstärkt die detektierbare Signalintensität von J-gekoppelten Stoffwechselprodukten im Vergleich zu konventioneller MRSI um das 5-10-fache. Dadurch erlaubt diese Methode erstmals die häufig verwendete singel-voxel MRS durch eine hochaufgelöste Bildgebung (~2x2mm) von myo-Inositol (mIns) und anderen neurochemischen Substanzen im menschlichen Gehirn, welche letztendlich die Untersuchung selbst kleiner (kortikaler) MS Läsionen erlaubt. Erste Pilotdaten in MS Patienten zeigen, dass mIns Bildgebung ein mächtiges Bildgebungswerkzeug für Mikrogliaaktivierung (Entzündung) werden könnte. Ein signifikanter Anstieg in mIns in der Nähe von MS Läsionen und normal-erscheinender weißer Hirnsubstanz wurde in Regionen gefunden, die auf den ersten Blick unauffällig auf konventionellen MRT Bildern erscheinen. Eine weitere Verbesserung der mIns Detektierung könnte durch eine andere neue Technik genannt Chemical Exchange Saturation Transfer (CEST) erzielt werden. Unsere Hypothese ist, dass: (a) erhöhte mIns Konzentration primär ein Marker für aktivierte Mikroglia darstellt; (b) lokal erhöhtes mIns eine genauere und frühere Diagnose erlaubt; (c) mIns Erhöhung hilft das Fortschreiten der MS Erkrankung vorauszusagen; (d) erfolgreiches Therapieansprechen mIns Level verändert; und (e) CEST eine noch bessere Bildgebung von mIns Leveln erlaubt. In diesem Projekt werden wir: (a) eine longitudinale Studie zu mIns Änderungen und anderen MRI Messparametern als auch klinischen Parametern in drei MS Patientengruppen und einer gesunden alters-gematchten Kontrollgruppe durchführen, um die diagnostische Aussagekraft und die Möglichkeit der mIns Bildgebung Erkrankungsverlauf zu prognostizieren, zu untersuchen; (b) wir werden den Ursprung der mIns Erhöhung näher beleuchten indem wir mit histologischen Ergebnissen korrelieren; und (c) wir werden eine noch bessere MRT Methode für die mIns Bildgebung entwickeln. Diese neue mIns-sensitive MRT Methode könnte ein mächtiger Bildgebungsbiomarker für zukünftige Studien als auch klinische Routine werden. Dies könnte letztendlich helfen die Patienten auszuwählen, welche auch wirklich von teuren, aber auch potentiell schädlichen Behandlungen profitieren.

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