Beschreibung der Studie

Angststörungen sind eine der am häufigsten vorkommenden psychischen Erkrankungen weltweit und gehen häufig mit einer Vielzahl anderer psychischer und körperlicher Erkrankungen und Einschränkungen einher. Personen, die unter Angststörungen leiden, sind häufig auch durch Depressionen belastet. Bei Vorliegen einer Angststörung ist die Wahrscheinlichkeit für Betroffene erhöht, auch eine Depression zu entwickeln. Angsterkrankungen gehen häufig mit einem hohen Leidensdruck einher und schränken die Lebenszufriedenheit von Betroffenen oftmals stark ein und können sich auch negativ auf das Berufsleben auswirken. Angststörungen haben aus diesem Grund erhebliche wirtschaftliche Kosten zur Folge. Viele Menschen, die an Angststörungen leiden, bleiben auf Grund verschiedener Behandlungsbarrieren unbehandelt. Das Online-Training „Ängste bewältigen“ zielt auf eine Reduktion der Ängste und gleichzeitig vorliegender depressiver Beschwerden ab. Es richtet sich an Personen, die eine Angststörung haben und bietet Unterstützung, Wissenswertes zu Angststörungen und Depression zu erfahren, die eigenen psychischen Bedürfnisse und wichtigen Werte zu erkennen und ein Gleichgewicht in der Befriedigung verschiedener wichtiger Bedürfnisse herzustellen, stimmungsförderliche Aktivitäten durchzuführen, Ängste durch geplante Herausforderungen zu bewältigen und die allgemeinen Problemlösekompetenzen zu verbessern. Das Ziel der Studie ist die Überprüfung der Wirksamkeit eines störungsübergreifenden Online-Trainings zur Bewältigung von Angststörungen und einhergehender Depression. Verglichen werden drei Studiengruppen: begleitetes Training durch eCoaches, automatisch begleitetes Training, sowie 6-monatige Wartekontrollgruppe. Im begleiteten Training erhalten Teilnehmende Feedback auf absolvierte Trainingsmodule, die Wartekontrollgruppe erhält keine Behandlung. Nach Studienende können Teilnehmende der Wartekontrollgruppe das Training unbegleitet durchlaufen. Das primäre Erfolgsmaß der Untersuchung ist die Reduktion von Angstsymptomen. Sekundäre Erfolgskriterien schließen unter anderem die Symptomschwere von Depression, Stress, Schlafqualität, Lebensqualität und Resilienz ein.

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Studiendetails

Studienziel Symptomreduktion der Symptomschwere Angst (Hamilton Anxiety Rating Scale, HAM-A, Hamilton, 1959), zum Postmesszeitpunkt
Status Teilnahme bald möglich
Zahl teilnehmender Patienten 114
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Finanzierungsquelle EU - Horizon 2020
Weitere Informationen Studienwebseite

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Mindestalter 18; schriftliche Einwilligungserklärung; klinische Diagnose einer Angststörung ermittelt im diagnostischen Interview

Ausschlusskriterien

  • akute Suizidalität ermittelt im diagnostischen Eingangsinterview; keine Unterzeichnung der Einwilligungserklärung; Selbstauskunft zu vorhandener Psychose oder dissoziativen Symptome, bipolare Störung derzeit oder in der Vergangenheit; aktuelle depressive Episode; psychotherapeutische Behandlung in den letzten 6 Monaten oder aktuell oder Wartelistenplatz

Adressen und Kontakt

Lehrstuhl für Klinische Psychologie und Psychotherapie (KliPs)Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU), Erlangen

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Häufig gestellte Fragen

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Angststörungen sind weltweit hoch prävalent und weisen hohe Komorbiditätsraten mit Depression auf. Betroffene erfahren häufig einen hohen Leidensdruck, der sich unter anderem durch eine verminderte Lebensqualität und Einschränkungen der beruflichen Leistungsfähigkeit zeigt. Aufgrund von Arbeitsunfähigkeit, Produktivitätsverlust, Absentismus und Behandlungskosten entstehen auch erhebliche wirtschaftliche Kosten für die Gesellschaft. Obwohl effektive Behandlungsmethoden existieren, sind diese kosten- und zeitintensiv und nicht alle Betroffenen können erreicht werden. Das primäre Ziel dieser Studie ist die Evaluation der Wirksamkeit und Kosteneffektivität einer transdiagnostischen begleiteten internet- und mobilbasierten Intervention in zwei verschiedenen Begleitformaten im Vergleich zu einer Wartekontrollgruppe. Im Rahmen einer randomisiert-kontrollierten Studie werden Personen mit klinisch ausgeprägter Angststörung, ermittelt im diagnostischen Interview (MINI), per Zufallszuordnung einer der beiden Interventionsgruppen (begleitete Selbsthilfe durch eCoach oder automatisches Feedback) oder der 6-monatigen Wartekontrollgruppe zugeordnet. Das transdiagnostische Behandlungskonzept zielt auf die Reduktion der Angststörungen und komorbider Depression ab. Die Hauptmodule der Intervention umfassen Psychoedukation von Angst und Depression, Identifikation und Förderung der Konkordanz psychischer Grundbedürfnisse (nach Konsistenztheorie von Grawe), Aufbau stimmungsförderlicher Aktivitäten, Exposition in vivo, systematisches Problemlösetraining sowie Emotionsregulationsstrategien. Wahlmodule thematisieren unter anderem Schlafstörungen, Grübeln und Akzeptanz unerfüllter Bedürfnisse. Der transdiagnostische Ansatz ermöglicht die Behandlung von Depression als Komorbidität bei Angst und zielt auf die Förderung von Resilienzfaktoren wie Akzeptanz ab. Dadurch soll die Reichweite und Effektivität der Intervention erhöht werden. Die Wirksamkeit wird zum Prä- und Postmesszeitpunkt (8 Wochen) sowie nach 6 Monaten und 12 Monaten überprüft. Das primäre Outcome ist die Reduktion von Symptomen der Angst. Sekundäre Erfolgskriterien schließen unter anderem Symptomschwere Depression, Stress, Schlafqualität, Lebensqualität und Resilienz ein.

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